← Zurück zur StartseiteTherapien und kleine Schritte
Hinter jedem kleinen Schritt von Alex stehen viele Stunden Arbeit. Therapie ist kein Zusatz zu unserem Leben – sie ist eine Investition in seine größtmögliche Selbstständigkeit.
Reha-Aufenthalte
Alex hat bereits 14 intensive einwöchige Reha-Aufenthalte in Polen absolviert. Eine typische Woche umfasst etwa 15–20 Therapiestunden. Das ist kein Urlaub: Ich plane Reise, Unterkunft, Tagesablauf und beide Kinder allein und begleite Alex bei den Therapien. Weitere intensive Aufenthalte sind für November 2026, Februar 2027 und Mai 2027 geplant.
Physiotherapie
Wir arbeiten an Haltung, Gang, Gleichgewicht, Koordination und Muskelarbeit. Fußfehlstellungen, Einlagen, Knie- und Hüftschmerzen sowie die Folgen vieler Operationen machen kontinuierliche Arbeit notwendig.
Ergotherapie
Ergotherapie unterstützt Handfunktion, Feinmotorik, Auge-Hand-Koordination, Selbstständigkeit und sensorische Verarbeitung.
Logopädie
Nach Spaltoperationen, vielen Eingriffen und mit Hörbeeinträchtigung braucht die Sprachentwicklung viel Arbeit. Neben wöchentlicher Praxistherapie nutzen wir Online-Logopädie; Übungen und Massagen führe ich täglich zu Hause fort.
Reittherapie
Die dreidimensionale Bewegung des Pferdes wird zur Arbeit an Gleichgewicht, Rumpfkontrolle, Koordination und Motorik eingesetzt. Alex nimmt zweimal monatlich teil; wir zahlen privat.
Osteopathie
Nach vielen Operationen und bei zahlreichen Narben nutzen wir Osteopathie ergänzend. Alex hat zweimal monatlich Termine; die Kosten tragen wir privat.
SSP, SAS und Johansen
Zusätzlich nutzen wir Hörtrainings mit speziell aufbereitetem Klang. Die Arbeit braucht Ruhe, Regelmäßigkeit und Engagement.
Cochlea-Implant-Tage und KBO München
Einmal im Jahr nimmt Alex an dreitägigen Cochlea-Implant-Tagen mit Hörtests, CI-Anpassung und Therapie teil. Hinzu kamen ein vierwöchiger Reha-Aufenthalt in Bayern und ein zweiwöchiger KBO-Aufenthalt zur Unterstützten Kommunikation.
Dennison-Übungen und bilaterale Integration
Ich suche weiterhin nach neuen Möglichkeiten und Therapiebausteinen, die Alex in seiner Entwicklung unterstützen können. Ich erwarte nicht, dass eine einzige Methode die Antwort auf alles ist. Ich beobachte Alex, tausche mich mit Fachleuten aus und ergänze unsere Arbeit dort, wo Übungen für ihn sinnvoll erscheinen. Dazu gehören auch Übungen, die von Dennison (Brain Gym) und der bilateralen Integration inspiriert sind. Dabei werden beide Körperseiten einbezogen, die Körpermittellinie überkreuzt und wechselseitige Bewegungen sowie Hand-Auge-Koordination geübt. Für Alex nutzen wir sie vor allem als praktische Übungen für Koordination, Körperschema, Konzentration und Bewegungsplanung. Vieles davon machen wir auch zu Hause. Was wie ein Spiel aussehen kann, verlangt ihm oft viel Aufmerksamkeit und Anstrengung ab. Die weitreichenden Aussagen von Brain Gym über Lernen und kognitive Funktionen sind wissenschaftlich nicht überzeugend belegt. Deshalb sehe ich diese Übungen als Ergänzung und nicht als Ersatz für Physiotherapie, Ergotherapie oder andere fachlich begleitete Therapien. Entscheidend ist für mich, konkrete Fähigkeiten zu üben und Alex immer wieder neue Chancen auf mehr Selbstständigkeit zu geben.
Therapie zu Hause
Therapie endet nicht an der Praxistür. Neben Arbeit, Haushalt und Familienalltag organisiere ich sämtliche Termine und Reisen allein und übe jeden Tag mit Alex zu Hause.